Chips? Solo con Gemüse!

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Heute habe ich im Bioladen Gemüsechips entdeckt und zwar einen Stand zum Kosten, was ich natürlich seeeeehhhhhr ausführlich getan habe. Ich bin doch ein cooler Blogger und Chips testen gehört damit zu meinen Pflichten! Jetzt also zum atemberaubenden Bericht: Es war lecker. Sehr sogar und man kann sich dabei immer denken „höhö, kein bisschen ungesund, noch einer, noch einer, na einer noch, ach gib die jetzt mal alle her, die können doch noch eine Packung aufmachen für die anderen!“. Der Preis ist aber schon unappetitlicher… Und sie waren in Öl gebacken, geht das nicht vielleicht auch ohne? Dann würde man nur Gemüse mit Salz essen! Das wär doch um einiges cleverer und außerdem wäre ich dann nicht einfach nur ein Nachmacher! Also habe ich Pastinaken, Möhren und Rote Beete eingekauft und bin nach Hause geflitzt.

Chips? Oder doch lieber Fensterbilder?

Chips? Oder doch lieber Fensterbilder?

Ich habe schon immer mal von solchen Trocknungs-Aktionen im Ofen gelesen, für Apfelchips zum Beispiel. Mich haben aber Angaben wie „8 Stunden bei 50 °C im Ofen trocknen lassen“ abgeschreckt. Ich habs ja dann doch auch ein bisschen mit Energiesparen und manchmal geh ich auch gern raus und sitze nicht vorm Ofen, um  meinen Energiesünden-Chips zu huldigen! Wie ökologisch ist das denn dann noch? Jaja, Fragen über Fragen, die Antwort ist ganz simpel: ich habe sie über Nacht antrocknen lassen und am nächsten Tag hat es nur noch schlappe 90 Minuten gedauert, dann waren sie knusprig. Wenn ihr ein Mittagessen einplant, für das ihr den Ofen sowieso nutzt, wird es noch sinnvoller. Also weg da, mit den Kartoffelchips, wir futtern uns ab jetzt rank und schlank!

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(Für etwa drei Bleche)
2          Rohe Rote Beete
2          kleine Pastinaken
1           dicke Möhre
             Salz

  1. Ihr könnt natürlich nehmen was ihr wollt, sogar Zucchini-Chips habe ich schon gesehen, aber getestet habe ich nur diese drei!
    Hobelt das Gemüse in sehr feine Scheiben, so etwa 2 Millimeter. Ihr könnt auch schneiden, wenn ihr das hinbekommt. Ich empfehle die Reihenfolge: Pastinaken, Möhren, Rote Beete und alles schön in einzelne Schälchen und auf einzelne Bleche, damit die Farben sich nicht vermischen! So bekommt ihr schöne bunte Gemüsechips
  2. Jetzt salzt ihr eure Chips und breitet sie auf den mit Backpapier belegten Blechen aus, sie sollten nicht überlappen. So bleiben sie über Nacht stehen. Tupft das austretende Wasser evtl. mit Küchenpapier liebevoll ab, so dass sie schön antrocknen.
  3. Am nächsten Tag bei Umluft 100 °C im Ofen trocknen. Steckt einen Holzstiel oben in die Ofentür, so dass sie einen Schlitz offen steht und die Feuchtigkeit raus kann, sonst wird es nichts! Kontrolliert regelmäßig, falls sie zu dunkel werden, dreht die Temperatur ein bisschen runter, das kommt ja immer auf den Ofen an…

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Im luftdichten Schnappglas halten sie sich mehrere Wochen knusprig, aber das ist ja auch egal, wer hebt seine Chips schon wochenlang auf?

Was knabbert ihr so? Habt ihr Tipps für gesunde Alternativen zu den üblichen Angeboten?

Design J

 

 

10 comments

  1. Ruth says:

    He, das ist ja mal ne tolle Idee. Ich find Chips auch super lecker und würd gerne auch mal den einen oder anderen mehr essen… Und hier nicht nur ohne Öl auch ohne Hefe und Geschmacksverstärker, SUPER!

  2. Maria says:

    wah, wie cool du das geschrieben hast :) also aufwendig ja, aber sie sind trotzdem sehr hübsch geworden! es ist definitiv ein tolles rezept für chipsliebhaber mit schlechtem gewissen. ich esse momentan auch gerne diese “naturals” reihe mit rosmarin und so, schmeckt nicht so ölig und künstlich sondern wie ein kräutertopf.

    danke für deinen kommi auf meinem blog :) wo wohnst du eigentlich in deutschland, vielleicht magst du auch mal schöne bilder von dir haben?

    alles liebe & jubele dem nahenden wochenende entgegen, maria

    • solenja says:

      Ich wohne in Erfurt, also nicht ganz furchtbar weit… :) Wenn es mal irgendwie passt, fände ich das wirklich toll, deine Bilder haben etwas ganz besonderes!!

  3. Sabine says:

    Die Chips sehen richtig lecker aus. Und man weiß, was drinnen steckt.
    Ich habe gestern Abend zufällig einen Bericht gesehen, wie Bacon Chips hergestellt werden.
    Hast du gewusst, dass in Bacon Chips überhaupt kein Bacon ist? Die Chips bekommen ihre typischen Bacon-Streifen, indem sie mit dem Sekret von toten Läusen gefärbt werden.

    Liebe Grüße,
    Sabine

  4. Caro von Zuckergewitter says:

    Was für eine geniale Idee! Ich hab mich in letzter Zeit immer an Rohkost gehalten, böööööse Chips, bööööse! Und ich hab auch immer den Kopf geschüttelt bei den Backzeiten.
    Aber du schlaues Kerlchen hast sie gefunden, die Lösung, super! So ein rohes Möhrchen stillt akute Chipslust ja nicht gerade gut.

    Knutschi, Caro

  5. Phine says:

    Mein Freund hat mich erst vor ein paar Tagen gefragt, wieso ich nicht mal Gemüsechips mache ( “natürlich für den Blog”, nicht für ihn weil er süchtig nach den Chips ist :D ) aber ich hab auch immer nur diese krass langen Backzeiten gelesen und mich deshalb nicht rangetraut.
    Und jetzt haust du eine tolle Anleitung raus und sogar ohne Öl!!!!! Danke, danke! Das werde ich auf jeden Fall nachmachen! Das einzige was ich mir schwierig vorstelle, ist das Gemüse in so dünne Scheiben zu bekommen.
    Kann mir übrigens auch Süßkartoffeln gut als Chips vorstellen.
    Und als Fensterbilder sind die auch sehr schön anzusehen. :D
    lg

    • solenja says:

      Hihi, wie selbstlos von deinem Freund!! :D also ich habe das mit einer Reibe gemacht, das ging natürlich ziemlich fix… Mit dem Messer wird es schon schwieriger, aber geht sicher auch nur etwas Geduld!!

      Liebst, deine Solenja

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