Himbeer-Vanille Kuchen, gefüllte Conchas und Lebensplanung! Alles Vegan

NorwegenKuchen_titel

Heute gibt es einen kleinen Nachtrag aus meinem Norwegen-Urlaub, über den ich >hier< schon berichtet habe. Das ganze beginnt ganz wundervoll touristenmäßig! Wir waren nämlich einkaufen und wollten natürlich nicht irgendwas, sondern rote Grütze sollte es sein, so ein kleines Eimerchen, soweit der Plan. Ihr kennt das sicher, wenn man etwas ganz bestimmtes sucht, ohne zu wissen, was dann passenderweise in der Landessprache auf der Packung stehen sollte?! Ich habe da schon in Kroatien eine interessante Kreation gebacken, weil Hefe nunmal irgendwie anders ist als Backpulver, naja, aber jetzt zur roten Grütze: haben wir ganz problemlos gefunden! Bis wir dann, zurück im Ferienhaus, herausgefunden haben, dass wir einen fantastischen Eimer voll Himbeermarmelade gekauft haben. Juhuuu, der Nachtisch für die nächste Woche ist gerettet!! Ja, wir haben sie tapfer auf allem verteilt, was sich anbot, aber es wurde und wurde nicht weniger… deswegen habe ich beschlossen, dass es Himbeerkuchen gibt. Weil ich besonders gut darin bin, große Mengen von Hefeteig zu fabrizieren, gab es auch noch gefüllte Himbeer-Conchas. Und beides ist herrlich geworden, also keine Angst vor Touristenkauf, alles wird gut!

NorwegenKuchen_Panorama

Ich liebe ja das Blau in den Bildern, wenn ich mir das anschaue, möchte ich gleich zurück in mein süßes Ferienhäuschen am Fjord. Wir sind schon fleißig am Zukunft planen, denn der nächste Umzug soll nun wirklich in ein kleines Häuschen mit Garten führen. Zur Zeit wohnen wir mitten in der Altstadt von Erfurt. Das ist zwar traumhaft hübsch, wenn man so durch die mittelalterlichen Gässchen läuft, aber man auf die Dauer ist uns das nichts, so mitten in der Stadt. Trotzdem fällt mir gerade ein, dass ich mal noch einen Erfurt-Post machen werde, in dem ich euch ein bisschen die Stadt zeige. Das Erfurter Venedig, mit all seinen kleinen Brücken, Cafés über dem Fluss, bunten Häusern und verwinkelten Pflastersteingassen ist nämlich die schönste Stadt, die ich in Deutschland kenne. Warum genau, seht ihr dann in einem der nächsten Posts!

Unser Traum ist es aber trotzdem, dass wir vom Haus in den Garten und vom Garten in den Wald, auf Wiesen und Felder treten. In die Stadt kann ich gerne einmal in der Woche etwas länger fahren und alle Wege erledigen, die so anfallen. Eigenes Obst und Gemüse verwenden, meine Kuchen mit Gartenblumen schmücken, am Abend auf unserer Rosenbank im Abendduft sitzen, jeden Tag im Garten rumwerkeln, euch ein Stück Torte in meinem kleinen Garten-Café servieren und zwischendrin springt ein fröhliches Kind herum. So machen wir das. Jetzt machen wir aber erstmal dazu passend Himbeerkuchen und Conchas!❤

Himbeer-Conchas

Die Conchas habe ich >hier< schon gebacken. Für die gefüllte Version rollt ihr den Teig zum Kreis aus, setzt einen Teelöffel Marmelade in die Mitte und verschließt die Ränder. Die Conchas werden dann in eine Form gesetzt, die sie möglichst gut ausfüllen (am besten noch mit Backpapier auslegen). Dann kommt die Knusperkruste oben darauf, noch 20 Minuten gehen lassen und dann für etwa 25 Minuten im Ofen ausbacken.

NorwegenKuchen_Concha

Himbeer-Vanille-Kuchen

Teig:
600 g                Mehl
250 ml             warme Soja Milch
80 g                   Margarine
3 EL                   Zucker
1/2                      Würfel Hefe
1 Pr.                   Salz

Streusel:
200 g                Mehl
125 g                 Margarine
80 g                   Zucker
1 Pr.                   Salz

Vanille-Füllung:
400 ml            Milch
3 EL                  Zucker
1Pck.                Vanille-Pudding-Pulver

  1. Die Hefe in der warmen Milch auflösen und mit den restlichen Zutaten vermischen, fünf Minuten kneten (wirklich fünf Minuten, Kneten wird unterschätzt und macht am Ende viel aus). An einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen (meiner geht immer unter die Decke ins Bett mit Wärmflasche, man gönnt sich ja sonst nichts!).
  2. Derweil die Streusel vorbereiten, in dem Ihr alle Zutaten gut miteinander verknetet
  3. 10 Minuten bevor der Teig fertig gegangen ist bereitet ihr den Pudding nach Anleitung zu, mit 100ml Milch weniger und heizt den Ofen auf 180°C. Der Teig wird ausgerollt, in eine eingefettete, gemehlte 24er Springerform gegeben und zwei Zentimeter am Rand hochgezogen.
  4. Den Pudding hineinfüllen und kurz warten, bis eine haut entstanden ist. Jetzt Marmelade darauf verteilen, ganz nach Geschmack. Die Streusel darüber geben und etwa 45 Minuten backen.
  5. Unbedingt mindestens 20 Minuten auskühlen lassen bevor ihr ihn aus der Form löst, da der Pudding sonst noch zu flüssig sein kann!

Ich empfehle für die vegane Version unbedingt reine Sojamilch zu nehmen. Alle anderen Pflanzenmilche (ja, ich hab im Duden nachgesehen, das ist die Mehrzahl) zerfließen beim Backen, auch wenn der Pudding beim Kochen erstmal fest wird.

NorwegenKuchen_Panooben

Das ist aber eine ziemlich bunte Mischung aus Urlaub, Lebensplanung und Kuchen geworden, na eigentlich eine schöne Mischung, wo ichs jetzt so aufzähle… Nächstes Mal gibts ein neues 5Minuten Eis, bestimmt noch diese Woche, weils einfach nötig ist. Habt ihr schon genaue Vorstellungen, wie ihr mal wohnen wollt? Eher in der Stadt oder auf dem Land?❤

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6 comments

  1. Phine says:

    Hach, deine Bilder sind so wunderschön und deine Lebensplanung hört sich auch traumhaft (Garten & Kuchenjeden Tag!!! :D) an! Ich werde auch irgendwann in einem super kleinen Häuschen am Waldrand wohnen, aber bis dahin wird wahrscheinlich auch noch ein bisschen Zeit vergehen. ^^
    Achja und das mit dem Himbeereimer :DD sowas ähnliches ist mir auch schon passiert in Frankreich. Eigentlich hatte ich (natürlich auf Französisch) ein Glas Ginger Ale bestellt und der Kellner bringt mit ein Glas Gin…mittags um 12…und ich hab versucht den brav auszutrinken, aber ich hab es nicht runterbekommen…da hätte ich aber leider nicht so einen leckeren Kuchen daraus backen können ;)

    Liebste Grüße :)

    • solenja says:

      Oh Danke du Liebe!! Haha, ja da hat es dich schon um einiges härter getroffen als uns mit der Marmelade :D

      Liebste Grüße ♥

  2. Caro von Zuckergewitter says:

    Oh ein Träumchen! Ich liebe es, wenn ein Streuselkuchen noch eine Schicht Pudding versteckt <3
    Deinen Zukunftstraum kann ich auch sehr gut verstehen. So in der Stadt, das wär nix für mich, wenigstens ein Balkönchen muss ich noch haben. Aber der Traum für später ist bei uns auch ein Haus im Grünen, wo einem nicht drei Nachbarn auf einmal in den Garten gucken können :D

    Liebste Grüße, Caro

    • solenja says:

      Jaaaaa, ich finde Streuselkuchen ohne Pudding auch völlig unnötig! Hach ja, also da treffen wir uns ja irgendwann alle auf dem Land :)

      Allerliebst, deine Solenja ♥

  3. Duni says:

    Oh du meine Güte!! Solenjaa mein Schatz, das sieht köstlich aus! ♥ Und als du von euren Zukunftsplänen erzählt hast bin ich aus dem Schwärmen ja schon mal gar nicht mehr rausgekomment! Soooo toll! Das hab ich auch definitiv noch vor, allerdings dauert das bei uns noch ein paar Jährchen bis wir aus unserer Wohnung in ein Haus ziehen (Immerhin wohnen wir noch nicht ma n Jahr hier :D) Aber Haus, Grün, Garten, Wälder, ich bin voll bei dir! Das ist genau das richtige :)

    Ich drück dich ganz lieb meine Süße!
    hab eine feine Woche :*
    Deine Duni ♥

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