Mini Zimt-Krapfen mit Johannisbeerfüllung

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Letztes Wochenende haben wir spontan entschieden, dass wir uns jetzt einen Monat vegan ernähren wollen. Ich habe eine sehr empfindliche, zu Neurodermitis neigende Haut und ich finde es interessant, mal zu schauen, ob sich diese Ernährungsumstellung vielleicht darauf auswirkt. Ansonsten ernähren wir uns auch sonst schon sehr bewusst und gesund und probieren einfach gern aus, was uns gut tut. Unser Fleischkonsum ist langsam immer weiter zurückgegangen.  Erst gabs nur noch Bio-Fleisch, dann nur noch Sonntags Bio-Fleisch und schließlich wollten wir Sonntags eigentlich auch nicht unbedingt welches. Besonders bei mir war es so, dass das Abgewöhnen dazu geführt hat, dass ich es nun direkt abwegig und ekelhaft finde, es zu essen. Wenn man einmal gemerkt hat, dass es einem gar nicht fehlt, ist es wohl auch einfacher, sich einzugestehen, was man mit dem Fleischkonsum insgesamt in Kauf nimmt.

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Als Füllung reines Fruchtpüree ❤

Naja, jedenfalls nun die Idee, es mal vegan zu probieren. Wir sind also in die Bibliothek marschiert und haben uns mit einem Haufen Kochbücher eingedeckt. Nach einer Woche kann ich schon mal Folgendes sagen:

  1. Ich mag all die „Ersatz-Nahrungsmittel“ nicht. Wir wollen keine Unmengen von Soja zu uns nehmen, denn es gibt auch sehr kritische Stimmen zum Sojakonsum, sowohl zur Wirkung auf den Menschen, als auch umwelttechnisch, durch den enorm gestiegenen Anbau. Ich habe Joghurt aus Mandeln gemacht. Leicht gegorenes Nussmus, mhmh… wir waren sehr tapfer, haben dann aber beschlossen, dass wir keinen Joghurt mehr wollen. Vielleicht muss man auch nicht die tierischen Produkte ersetzen sondern kann einfach pflanzliche neu entdecken? Es gibt so viele leckere Dinge, die man mit pflanzlichen Zutaten erfinden kann, warum muss ich aus Soja, Nüssen und Seitan ein Wiener Schnitzel nachbauen??!?! Regional wär ja auch noch ganz schön…
  2. Vegan ist nicht gleich gesund. In den Büchern häufen sich Getreide, Soja und Kartoffelgerichte. Wie gesund Weizenmehl, Soja und zu viele Kohlenhydrate sind, wird kaum hinterfragt. Vielen Dank, aber ich kann mich auch von Wodka, Zucker und Kartoffeln ernähren, das ist auch vegan.
  3. Wir wollen es möglichst einfach, simpel, frisch , gesund und lecker. Fertig.

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Und weil es am Wochenende immer etwas Besonderes bei uns gibt, gab es dann gleich mal diese süßen Teilchen hier:

Fluffig, knusprig, warm und innen fruchtig, beerig und klar: vegan! Als Füllung habe ich Fruchtmark von Alnatura gewählt, weil es zuckerfrei ist. Ihr könnt natürlich jede Marmelade und jedes andere Fruchtpüree nutzen, auch Schokoaufstrich ist sicher toll.

Für etwa 20 Krapfen

Teig:
300 ml               Pflanzenmilch
500 g                  Weizenmehl Typ 550
½ Würfel           Hefe
50 g                     Zucker
½ TL                   Vanille
1 Prise                 Salz
Zum wälzen:
3 EL                     Zucker
½ TL                    Zimt
zum Frittieren:
1L                         neutrales Pflanzenöl 
Füllung:
Marmelade, oder als zuckerfreie Alternative: Früchtpüree, hier Johannisbeer-Apfel

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  1. Für den Teig die Milch erwärmen und die Hefe darin auflösen, mit den übrigen Teigzutaten gut verkneten.
  2. 2 Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Nun eine Rolle aus dem Teig formen und 20 gleichgroße Teile abschneiden.
  4. Diese zu Kugeln rollen und auf einem Blech noch einmal 20 Minuten gehen lassen.
  5. Derweil das Pflanzenöl in einem kleinen Topf erhitzen. Wenn an einem Holzstiel kleine Blasen hochsteigen, ist es genau richtig.
  6. Portionsweise die Krapfen goldbraun knusprig backen, dabei wenden. Anschließend auf einem Rost mit Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm im Zimt-Zucker wälzen.

Mit einer spitzen Tülle oder einer Gebäckspritze das Fruchtpüree einspritzen. Dabei etwas mit der Spitze kreisen, damit die Füllung gut verteilt wird. Am besten noch warm naschen, am nächsten Tag schmecken sie nicht mehr so gut!!

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15 comments

  1. Schichtsalat says:

    Hallo Solenja,
    wir haben vor einigen Monaten auch einen Monat lang vegan gelebt. Ich muss sagen, dass ich mich in dieser Zeit sehr gut gefühlt habe. Trotzdem möchte ich nicht dauerhaft vegan leben. Allerdings gibt es immer wieder vegane Mahlzeiten bei uns. Wir essen schon mehrere Jahre kein Fleisch und ich finde es deshalb nicht schlimm, wenn man sich ein Schnitzel z.B. aus Seitan “nachbaut”. Ich mag ja Fleisch, will es aber nicht mehr essen. Eine meiner Töchter sieht es aber ähnlich wie du. ;-) Auf Tofu greife ich gerne zurück. Es ist schwer sich anständig und korrekt zu ernähren. Aber ich finde es gut, wenn man es versucht. Ich drücke dir die Daumen für deine vegane Zeit. Und wie gesagt: Ich fand es eigenltich toll.
    LG
    Sissi

    • solenja says:

      Ja, den Ansatz verstehe ich auch gut, solang es in Maßen bleibt, finde ich es total in Ordnung! Ich hatte nur den Eindruck, dass man sich auch Sojaner nennen könnte, als ich so durch die Läden gestreift bin und mir die “Veganer-Produkte” angesehen habe ;)

      Liebe Grüße, Solenja

  2. Laura says:

    Wow, ich hab noch nie Krapfen selber gemacht. Deine sehen aber sehr danach aus, dass man die dringend mal nachmachen sollte :D

    Übrigens: Danke für den Tipp mit dem Birkenzucker. Den Beigeschmack von Stevia habe ich auch schon gemerkt. Ich finde aber, wenn man mit Stevia backt, ist es eigentlich ganz in Ordnung.

  3. Duni says:

    Meine zuckersüße-liebste Solenja ❤ Du bist so ne goldige Maus, ich muss mich zuallerst mal von ganzem Herzilein bei dir bedanken, dafür das du mir mit deinem Kommentar wieder ein richtiges Honigkuchenpferdgrinsen auf das Gesicht gezaubert hast!! Du bist so eine Süße ❤ MERCI MEIN CHERI :*

    Ich fand deine Worte so tiefsinnig und einfach so toll!! Ich hab mich richtig verstanden gefühlt und vorallem auch dein Zitat war so schön. Ich geb diesem auch vollkommen Recht: Sobald man sich den Kummer von der Seele geschrieben hat geht es einem schon sehr viel besser! Vorallem wenn dann so herzensliebe Menschlein wie du kommen, und einen mit ihren Worten gleich so toll aufmuntern ❤ Ich danke dir wirklich Liebes :*

    SO! Und jetzt muss ich noch loswerden das ich es echt toll finde das du die ganze vegane Ernährung so hinterfragst! Ich neige immer dazu mich von dem Hype mitreisen zu lassen und nicht gut genug zu recherchieren oder hinterfragen! Daher: Daumen hoch Süße! Und ich leide mit dir – meine Haut zahlt es mir auch irgendwie immer heim, deswegen interessiert mich das Thema auch so :)

    Dein Rezept klingt auch wahnsinnig gut – bzw. deine Fotos regen grade mein Hirn & mein Magen an das definitiv am Wochenende mal auszuprobieren :D Ich bin bei veganen Rezepten auch immer soooo neugierig was dabei rauskommt *__*

    Fühl dich mega doll geknuddelt und abgeknutscht mein Cheri ❤ Ich hab dich lieb ❤ ❤ ❤ ❤

    Deine Duni :*

    • solenja says:

      Ach Liebes, das freut mich, wenn ich dir ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern konnte!! ❤ Und das Rezept hier tut sicher das Übrige hihi.

      Fühl dich geherzt und mache so wunderbar weiter Dunilein❤❤❤

  4. Kate says:

    Liebste Solenja,
    ich bewundere euch, dass ihr den Mut habt zu versuchen euch vegan zu ernähren und ich finde deine Einstellung toll, dass du auch den veganen Lebensstil hinterfragst und nicht gleich als gesund ansiehst. :) Die Krapfen sehen jedenfalls toll aus und ich interessiere mich auch für vegane Ernährung, deshalb werde ich dein tolles Rezept auf jeden Fall ausprobieren! :)
    Wünsche dir eine tolle Woche!
    Liebst, deine Kate! <3

    • solenja says:

      Vielen Dank! Ja, ich finde es wichtig, nicht einfach auf solche Trends aufzuspringen, sondern sich genau anzuschauen, was und warum man etwas probieren will und wie es am besten für einen selbst passt.

      Genieße die Sonne meine Liebe ❤

  5. Martha says:

    Juhuu freu mich schon auf ein paar vegane Rezepte von dir. Seit ein paar Monaten haben wir bei uns auch das vegane Wochenende eingeführt. Freu mich immer so auf deine Blogposts
    Liebe Grüße Martha

    • solenja says:

      Hihi, Danke du Süße! ❤ Oh, das ist ja auch toll mit eurem veganen Wochenende! Wenn ich keine mega Veränderung feststelle für meine Haut, dann werden wir es nach dem Monat sicher auch in so einer Weise weiterführen, mal sehen, vielleicht auch als Wochenende!

      Liebste Grüße, deine Solenja ❤

  6. Lea von Rosy & Grey says:

    Hallo meine Liebe,
    juhu, auf das Rezept freue ich mich, seit du es angekündigt hast! :D
    Und jetzt wo ich die leckeren Fotos sehe, weiss ich, dass ich das unbedingt nachmachen muss!
    Liebste Grüße
    Lea

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